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Thorsten :
Kennt Ihr die Verkaufszahlen Eurer Platten?
Stefan :Ungefähr!
Thorsten :
Das heißt, man bekommt als Band dann auch mal so ein Feedback von der
Plattenfirma?
Stefan :
Ja, in den letzten Jahren ist da natürlich nicht mehr so viel gelaufen.
Man kann auch sagen, daß das von Platte zu Platte immer weniger geworden
ist.
Thorsten :
Wie bist Du dann an Deine Soloplatte gekommen?
Stefan :
Welche - ich habe ja drei gemacht!
Thorsten :
"Kleinkrieg". Die erste der beiden, nicht "MLO"..
Stefan :
Naja, mit den Breiten war wieder mal gerade Schicht und da war die Band
eben nicht in der Lage zu touren. Und da ich ja immer irgendwie was
machen muß und schlecht zu Hause rumsitzen kann und immer gerne was
aufnehme und spiele, hat sich die Hälfte der Band Material gemacht, das
rausgebracht und auch `ne Tour gemacht. Das war der einzige Grund.
Thorsten :
Habt Ihr da auch Extrabreit Material gespielt?
Stefan :
Ganz zum Schluß, bei ein zwei Gigs, haben wir mal "Liebling" gespielt.
Thorsten :
Die Platte habe ich auch gerade dabei - das sind zwei Fassungen...
Stefan :
Ja, genau die Originale mit, glaube ich 14 Titeln, und dann noch mal
eine mit 9 Titeln. Die ist dann noch mal rausgekommen, als Extrabreit
`90 das Comeback hatte. Anderes Foto hintendrauf...
Thorsten :
...und großer Werbetext...
Stefan :
Ja, das ist immer so. Da hatten wir gerade mit "Flieger" den Comeback
Hit.
Thorsten :
Die Band hast Du ja auch von irgendwo her gekannt?
Stefan :
Ja, das sind ja überwiegend Extrabreit Leute.
Thorsten :
Ich habe gesehen, auf der Single "Seemann" ist ja auch der Tourplan
drauf. Der ist ja extrem lang! Ihr habt da ja quasi an jedem Baum
gespielt.
Stefan :
Das geht noch. Wenn Du alte Extrabreit-Plane siehst, der war etwa
dreimal so lang! Aber für eine Solotour war das schon sehr gewagt...
Thorsten :
Wer hat die Ideen gehabt für die ganzen Duette?
Stefan :
Das hat sich immer so ergeben bei uns. Das erste Date mit Marianne
Rosenberg das war Kais Idee, definitiv. Das zweite mit der Knef war
eigentlich, glaube ich, eine Idee der Plattenfirma. Wir hatten die
Coverversion gemacht und die meinten dann, das wäre doch ganz klasse,
wenn man das dann darauf machen könnte. Wir konnten uns das überhaupt
nicht vorstellen, daß mittlerer Weile die moderne Studiotechnik das
möglich macht. Das ist ja reingesampelt worden und ist dann im Tempo so
um 7 % gestretcht worden und ging immer noch rein. Komischer Weise
paßten dann die Geigen in der Stimmung zu den Gitarren. Das war schon
ein sehr gewagtes Unterfangen damals, was aber gelungen ist.
Ende Teil 4
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