Thorsten:
Man weiß ja über Dich nichts privates. Im Forum stand mal Dein
Geburtstag drin, nur ohne Jahresangabe.
Lars:
Kann gut sein. Geboren bin ich am 21.09.1974 in Letmathe. Ich
bin also jetzt noch 28 Jahre alt.... Ändert sich im September!
Thorsten:
Voraussichtlich...
Lars:
Genau - höchstwahrscheinlich!
Thorsten:
Die Story, die da mal auf der Seite stand war also Quatsch. Da
stand ja was von Dortmund drin.
Lars:
Ja, aber ich wohne in Dortmund seit 1998.
Thorsten:
Du studierst da?
Lars:
Genau. Ich promoviere in der Theologie in Dortmund. Das hast Du
vielleicht schon gehört in dem Interview, was ich mal Radio
Hagen geben mußte...
Thorsten:
Ja, mit was für einem Thema? Die Doktorarbeiten haben ja immer
so geile Namen!
Lars:
Das ist erst mal ein Arbeitsthema und das lautet: "Die religiöse
Dimension von Meditationsmusik - Zugänge zu religiösen
Erfahrungen durch Meditationsmusik". Damit befasse ich mich
inzwischen schon seit 2000 und ich hoffe, daß die Arbeit bis
Anfang nächstes Jahr geschrieben ist.
Thorsten:
Das heißt, Ravi Shankar und so.
Lars:
Ja, so in die Richtung. Ich habe einen sehr offenen
Musikbegriff, auch der der Meditationsmusik und bei mir kann
jede Art von Musik religiöse Erfahrungen implizieren bzw. auch
Meditation hervorrufen und somit auch religiöse Erfahrungen.
Thorsten:
Das ist also dann konfessions- und religionsübergreifend.
Lars:
Ja, in jedem Fall. Ich habe da auch den weiten Religionsbegriff.
Jede Art von Religion kann erfahren werden durch Musik.
Thorsten:
Was hast Du dann genau studiert?
Lars:
Ich habe Theologie und Musik studiert.
Thorsten:
Welchen Beibegriff hat dann der Doktortitel?
Lars:
Das ist dann "Dr. phil". Ich promoviere in der Theologie, aber
bei uns in Dortmund geht das nur in Philosophie.
Thorsten:
Das hatte ich Rolf damals schon gesagt: Du wärst dann der erste
und letzte Breite mit einem Doktortitel! Du mußt aufpassen, daß
Du dann nicht auch als Dr. Larsson auf der Bühne präsentiert
wirst!
Lars:
(lacht) Ich hoffe, daß klappt alles noch.
Thorsten:
Du hast einen Zwillingsbruder?
Lars:
Genau, der spielt auch mit bei Sixpac.
Thorsten:
Und wer hat Dir den Namen Lars Larsson verpaßt?
Lars:
Das konnte nur Stefan gewesen sein! Als wir für Bochum (Ümminger
See) damals Infos rausgeben mußten, da wußte Stefan nicht meinen
Nachnamen. (grinst) Da schrieb er dann Lars Larsson und schon
war der Name kreirt!
Thorsten:
Kurz bevor diese Reunion losging, habe ich die Emailadresse von
Kai bekommen und ihn was gefragt und er hat mir dann auch die
aktuelle Besetzung genannt. Ich habe mir damals schon gedacht,
daß das ausgedacht sein mußte. Dann gab es ja diese
Superlebensgeschichte auf der Breitenseite mit "geboren in der
nördlichen Hemisphäre" oder so einem Quatsch.
Lars:
Ja, die ist ja sehr lustig geworden und ich habe mich auch
darüber kaputt gelacht, als ich es gelesen habe. Gut gemacht.
"Lars Larsson - Das Mysterium an sich" - die Biographie meines
Lebens.
Thorsten:
Warum Bassist!
Lars:
Ich glaube alle Bassisten sind zu diesem Instrument gekommen,
weil es keinen anderen gab, der Baß spielen wollte in der Band.
Thorsten:
Genau das wollte ich hören!
Lars:
Ja, das ist grundsätzlich so.
Thorsten:
Das gibt es aber tatsächlich in vielen Bands so - sogar bei den
Beatles...
Lars:
Es gibt zwei Wege: einmal die, die von der Gitarre kommen, auf
der Gitarre nicht so gut sind und auf den Baß zugreifen, weil
sie nur vier Seiten bedienen müssen und bei mir war es so, daß
es keinen Bassisten gab. "Wer spielt schon Baß?" Ich wußte
damals selber nicht, was ein Baß ist. Ich habe mich dann
erkundigt und bin dann zum Baß gekommen.
Thorsten:
Du hast dann keine Gitarre gelernt?
Lars:
Nein, ich habe Klavier gelernt. Im Studium waren meine
Hauptfächer Klavier, Gesang und Baß.
Thorsten:
Du spielt auch einen fünf-saitigen!
Lars:
Ich spiele mehrer Arten von Bässen. Von vier bis sechs Saiten.
Bei Extrabreit spiele ich den Viersaiter.
Thorsten:
Den Sinn von den mehrsaitigen Bässen habe ich nie verstanden.
Lars:
Du hast dann eine tiefere h-Saite, die gibt ein bißchen mehr
Druck unten rum. Ist aber quasi eine Spielerei. Bei dem
Sechssaiter hast Du noch eine hohe C-Saite.
Thorsten:
Ist ja ganz abwegig von der Gitarre.
Lars:
Genau, hat nichts mit der Gitarre zu tun. Die Saiten sind in
Quarten gestimmt.
Thorsten:
Ich kannte mal den Spruch eines Hagener Punkbassisten der
meinte, daß ein Baß eh nur 2 Saiten braucht.
Lars:
(Lacht) Bubi hat mal mit "DAD" gespielt. Der Bassist spielte
einen zwei saitigen Baß - nur eine E- und eine A-Seite! Reicht -
je nachdem, was Du spielen willst. Aber man will ja auch mal ein
bißchen variieren... Sich mal auslassen am Instrument und das
geht am besten mit mehreren Saiten als mit zwei!
Thorsten:
Du spielst dann auch mehrere Marken?
Lars:
Ja, bei Extrabreit spiele ich "Musicman". In der Kombination mit
meinem Ampec-Verstärker und der Ampec-Box ist das genau die
richtige Rockkombination.
Thorsten:
Hast Du dann auch mehrere Verstärkersets?
Lars:
Nein, als Verstärkeranlage spiele ich das Ampec-Set. Auch hier
mit der Coverband. Bässe eben die verschiedenen.
Thorsten:
Hast Du ein Vorbild als Bassisten?
Lars:
Nein, als Bassisten nicht. Als musikalisches Vorbild habe ich
auch heute noch meinen Klavierlehrer, einen Organisten. Der hat
mich damals zur Musik gebracht und hat mir auch meinen ersten
Baß in der Schule besorgt, damit ich mal spielen konnte. Aber
ein Idol, dem ich nacheifere habe ich nicht.
Thorsten:
Du probierst dann auch keinen bestimmten Stil nachzumachen? Es
gibt ja dann die melodiösen oder die rockigen o.ä.
Lars:
Nein, mit sowas habe ich mich nie befaßt und immer versucht,
meinen eigenen Baß zu kreiren, meinen eigenen Style zu
entwickeln.
Thorsten:
Deine erste Platte?
Lars:
Meine erste Platte, die ich mir gekauft habe? In der fünften
Klasse war ich super scharf auf Tschaikowsky ! Das habe ich mir
das erste Klavierkonzert in C-Moll von Tschaikowsky gekauft.
Thorsten:
Wirklich? Meine erste Platte war "Peter und der Wolf" mit der "Nußknackersuite"
von Tschaikowsky. Die wurde mir aber geschenkt...
Lars:
Die habe ich bestimmt auch mal gehabt!
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